30. Jahrestag von Tschernobyl
Aufruf zum Wechsel


Am 26. April geschieht das Unvorstellbare - in der Kernkraftanlage Tschernobyl ereignet sich der bis dahin schwerste Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Eines der vier Kernkraftwerke brennt, die atomare Kettenreaktion gerät außer Kontrolle und der Reaktorkern schmilzt. Ausgelöst wurde die Katastrophe durch schwere Fehler der Bedienungsmannschaft.

Eine radioaktive Wolke steigt auf, zieht von der Ukraine nach Polen und Skandinavien und erfasst bald darauf weite Teile Mitteleuropas unter Einschluss der Bundesrepublik. Die Strahlenbelastung steigt auf ein Vielfaches des Üblichen - Angst und Ungewissheit bestimmen das Leben der Menschen. Der brennende Reaktor wird zugeschüttet und von unten mit Beton versiegelt.
31 Helfer sterben kurz darauf an der übermäßigen Strahlenbelastung, insgesamt starben je nach Schätzung zwischen 10.000 und mehr als 100.000.
1000 Quadratkilometer rund um den Reaktor sind so verseucht, dass Insgesamt 400.000 Menschen ihre Heimat verlassen müssen.
An den Folgen der Tschernobylstrahlung sind unvorstellbar viele Menschen erkrankt und gestorben. Bis heute!

Im Südwesten Deutschlands stehen einige der ältesten und baufälligsten Reaktoren Europas. Wie die jüngsten Vorfälle in Philippsburg und Biblis gezeigt haben, werden immer wieder Sicherheitsvorschriften missachtet. Weitere Störfälle in unmittelbarer Nähe zu Deutschland häufen sich.
Der Reaktor in Fukushima ist nach dem Unfall 2011 noch immer außer Kontrolle.

Auch nach dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung gefährden Atomkraftwerke unsere Gesundheit. Für die „Entsorgung“ des hochradioaktiven Atommülls ist keine Lösung in Sicht.
Schon alleine deshalb, muss der Wechsel zu erneuerbarer Energien beschleunigt werden.

Das Schöne dabei:
Jeder von uns kann ganz einfach seinen eigenen Beitrag dazu leisten.
Beziehen Sie Strom aus erneuerbaren Energien!