UN-Klimakonferenz in Paris
Die Welt einigt sich


Die UN-Klimakonferenz hat am Samstagabend in Le Bourget bei Paris das neue weltweite Klimaschutzabkommen beschlossen
Erstmalig ist es gelungen, dass sich alle Länder zum Klimaschutz bekennen und dem Klimawandel entgegentreten. Alle Staaten haben die Notwendigkeit erkannt, dass die Erderwärmung begrenzen muss.
Und zum ersten Mal wird die 2-Grad-Obergrenze in einem völkerrechtlichen Abkommen verankert. Darüber hinaus sollen sich die Staaten anstrengen, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Ab 2020 werden die Staaten alle fünf Jahre neue Klimaschutzpläne vorlegen, die so ambitioniert wie irgend möglich sein müssen. Für diese Pläne gilt das verbindliche Prinzip, dass sie nicht abgeschwächt werden dürfen, sondern immer ehrgeiziger werden müssen. Außerdem muss jedes Land über seine Treibhausgasemissionen berichten, damit die Fortschritte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch der Realität entsprechen.
Darüber hinaus enthält das Abkommen das feste Versprechen, die Entwicklungsländer beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Die wichtigsten Ergebnisse sind hier zusammengefasst.

Am 22. April 2016 soll der Weltklimavertrag in New York von den Staatschefs unterzeichnet werden, dann ist er abgesegnet. Allerdings nur, wenn mindestens 55 Staaten verbindlich zustimmen, die mindestens 55 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes ausmachen.

Den kompletten Text des Klimaabkommens können Sie hier nachlesen.

Der theoretische Weg ist geebnet. Jetzt müssen die einzelnen Staaten auch praktische, konkrete Taten folgen lassen.
Die bisher verabschiedeten Maßnahmenpakete reichen nicht aus, die Klimaerwärmung auf 2°C oder gar 1,5°C zu begrenzen.

Auch wir hier in Reutlingen sind damit ganz konkret angesprochen, dass jeder seinen Teil dazu beisteuert.