UN-Klimakonferenz in Paris
4. Tag

Konferenz im vollen Gange.

Bei einer weltweiten Konferenz treffen die unterschiedlichsten Kulturen, Anforderungen, Bedürfnisse und Ziele aufeinander. 
Jeder möchte seine eigenen Ziele erreichen und dennoch muss man das Ganze im Blick behalten.
Um ihren Interessen mehr Gehör zu verschaffen, haben sich die fast 200 teilnehmenden Staaten in verschiedenen Verhandlungsgruppen zusammengeschlossen.

Die wichtigsten Verhandlungsgruppen sind:
  • AILAC: Gruppe progressiver lateinamerikanischer Staaten - Kolumbien, Costa Rica, Chile, Peru, Guatemala, Panama und die Dominikanische Republik, derzeit spricht Guatemala für die Gruppe
  • Afrikanische Gruppe: in Paris spricht der Sudan für die Afrikanischen Staaten
  • AOSIS: Allianz der kleinen Inselstaaten, etwa 40 Staaten, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, in Paris sprechen die Malediven für diese Gruppe
  • Environmental Integrity Group, EIG: Schweiz, Mexiko, Korea, Liechtenstein, Monaco
  • Europäische Union: 28 EU-Mitgliedsstaaten und die EU als Vertragsstaat; die EU Präsidentschaft während der Klimakonferenz in Paris hat Luxemburg inne
  • G77/China: 134 Entwicklungsländer sind Mitglieder dieser Gruppe, Positionen sind meist der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den sehr unterschiedlichen Interessen der Staaten, Sprecher ist in diesem Jahr Südafrika.
  • Like Minded Developing Countries, LMDC: Gruppe von ca. 25 Entwicklungsländern um Bolivien, China, Indien und Saudi Arabien, die tendenziell strukturkonservative Positionen vertreten
  • Least Developed Countries, LDCs: die am wenigsten entwickelten Staaten werden in Paris durch Angola repräsentiert.
  • Umbrella Gruppe: Lose, informelle Gruppe von Industrieländern, ohne die EU-Staaten und Schweiz, Sprecher ist Australien.

In vielen Gruppen ist die Teilnahme nicht exklusiv. So ist z. B. Gambia sowohl den LDCs als auch der Afrikanischen Gruppe und der G77/China zuzuordnen.

Zur offiziellen Klimakonferenz-Website geht es hier.